Die Region Sharjah

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Das Emirat Sharjah liegt nordöstlich von Dubai-City und hat ca. 800.000 Einwohner. Mit 2.600 Quadratkilometern Fläche nimmt es nur drei Prozent des gesamten Staatsgebiets der VAE ein und ist etwa halb so groß wie der berühmte Nachbar. Eine geografische Besonderheit des „Emirats der Künste“ ist die Tatsache, dass es sowohl an der Küste des Persischen Golfes als auch an der Ostküste, am Golf von Oman, über Territorien verfügt. An der Ostküste liegen das Fischerstädtchen Kalba sowie die wichtige Hafenstadt und reizvolle Ferienidylle Khor Fakkan. Die Enklave Dibba gehört Sharjah zu einem Drittel.

Kulturhauptstadt Sharjah-City
Sharjah-City liegt an drei künstlich geschaffenen Lagunen, der Khor Al Mamzar, der Khor al Khan und der Khor Khalid, deren Windungen das Stadtbild prägen. Die Khalid Lagune geht in den Sharjah Creek über, der ins Meer mündet. Wie auch in Dubai liegt am Creek die ursprüngliche Siedlung, die sich heute als malerisches Kunst- und Altstadtviertel präsentiert. Es setzt sich aus zwei aufwändig renovierten Stadtteilen, der Heritage und der Art Area, zusammen. Nirgendwo sonst am Golf gibt es so viele Museen und kulturelle Einrichtungen derart nah beieinander zu besichtigen. Neben dem Heritage Museum gibt es ein Museum für Kalligraphie, ein Kunstmuseum und ein Museum für Islamische Zivilisation, das von einer wunderschönen goldenen Kuppel geziert wird. Etwas weiter südwestlich der Altstadt, am Cultural Square, befinden sich das Archäologische Museum und direkt nebenan das Museum der Wissenschaften. Ein weiteres museales Zentrum gibt es im Südosten der Stadt: In den Räumlichkeiten des Sharjah Discovery Centers, des naturhistorischen und des botanischen Museums kommen nicht nur Naturwissenschaftler und Technikbegeisterte auf ihre Kosten.

Sharjah hat ein sehr authentisches arabisches Flair, obwohl es auch hier moderne Bauten und imposante Hochhäuser gibt. Das liegt neben dem Fokus auf arabischer Kunst und Kultur mit an den zahlreichen bewahrten Altbauten und traditionellen Residenzen aus der Zeit vor dem Ölboom. Beeindruckend ist das wieder aufgebaute, aufwändig restaurierte und 1997 wieder eröffnete Fort al Hisn, das zentral in der Heritage Area liegt und auch „Sharjah Festung“ genannt wird. Ebenfalls sehenswert ist das „Haus Nabooda“, das zur Besichtigung einlädt und Einblick in das Leben einer Familie des 18. Jahrhunderts gewährt. Aber auch die vielen schönen Moscheen, die sich im Stadtgebiet verteilen, und die überdachten traditionellen Souqs unterstreichen das arabische Ambiente. Ein besonders schöner Basar findet sich in den Hallen des Souq Al Markazi, auch „Central Souq“ genannt. Er erstreckt sich am Ufer der Khalid Lagune, in Sichtweite der Sharjah Bridge, die die Lagune überspannt. Die lang gestreckten zweistöckigen blauen Markthallen sind mit Tonnengewölben überdacht und mit Laufbrücken verbunden. Der ganze Komplex ist mit zahlreichen Säulen und funktionierenden Windtürme geschmückt und im neo-islamischen Baustil gestaltet. Mehr als 600 Geschäfte stehen zur Auswahl und für viele nimmt der Central Souq den Rang eines Wahrzeichens von Sharjah ein.

Ausgehen und Ausflugsmöglichkeiten
Der ca. 1.000 Meter lange Al-Qasba-Kanal wird auch „Venedig von Sharjah“ genannt. Er verbindet zwei Lagunen und ist das Zentrum einer Ausgehmeile mit Restaurants, Vergnügungseinrichtungen und Wasserspielen. Von einem Riesenrad mit klimatisierten Aussichtskabinen, „Eye of the Emirates“ genannt, hat man einen besonderen Blick auf die Stadt. Etwa 30 Kilometer außerhalb der Stadt liegt der Sharjah Wüstenpark. Mit seinem arabischen Naturpark und einem Kinderbauernhof ist er vor allem für Familien als Ausflugsziel zu empfehlen.

Oasengebiete und die Enklaven an der Ostküste
Auf halbem Weg in die Territorien Sharjahs an der Ostküste, passiert man die Oase Dhaid. Sehenswert sind hier die üppigen Obst- und Gemüseplantagen, die noch mit dem alten Bewässerungssystem der Falaj Kanäle bewirtschaftet werden. Die Enklaven Khor Fakkan, Kalba und Dibba am Indischen Ozean schließlich verfügen über lange goldfarbene Sandstrände, die sich am Fuß des majestätischen Hajargebirges erheben. Das Hafenstädtchen Khor Fakkan lädt dazu mit seinem schönen Sandstrand, wunderschönen Korallenbänken und fischreichen Tauchgründen zum Baden und Schnorcheln ein. Das für seinen Muschelstrand bekannte Fischerdorf Kalba wird Naturliebhaber entzücken. In einem Mangrovensumpfgebiet, das unter Naturschutz steht, kann die besonders artenreiche Vogelwelt erkundet werden.

Geschichte und Gegenwart
In den Zeiten vor dem Ölboom standen die Gestade am Persischen Golf in dem Ruf eine Piratenküste zu sein. Handelsschiffe, die zwischen dem Mittleren Osten und Ostasien unterwegs waren, wurden regelmäßig überfallen und ausgeraubt. Dies rief die Briten auf den Plan, für die die sichere Fahrt durch die Straße von Hormuz im Rahmen ihres Indienhandels existentiell war. 1853 schlossen die Scheichtümer an der Golfküste mit den Engländern ein Friedensabkommen und bildeten gemeinsam die Trucial States. Fortan galten sie als britisches Protektorat und wurden für die Engländer ein wichtiger militärischer Stützpunkt.

Die Beziehungen zu den Engländern waren auch für die Scheichtümer vorteilhaft. In Sharjah z.B. bauten die Briten 1932 einen Flughafen – heute der International Airport Sharjah – und sie unternahmen die ersten Ölbohrungen, die die rasante Entwicklung der Region möglich machten. 1971 dann entließen die Briten die Scheichtümer in die Unabhängigkeit und es kam zur Gründung der Vereinigten Arabischen Emirate VAE unter der Führung des reichsten Vertreters, Abu Dhabi. In Sharjah wurde die Hoffnung auf Öl zunächst kaum erfüllt, erst 1974 kam es zu nennenswerten Ölförderungen, aber im Vergleich zu Dubai und Abu Dhabi sind die Rohölvorkommen eher gering. Somit setzte das Emirat früh auf einen anderen Wirtschaftsfaktor: den Tourismus. In den 70er Jahren war Sharjah in diesem Bereich ein Vorreiter, denn als erstes Emirat ließ es ausländische Touristen ins Land. Mitte der 80er Jahre führte Sharjah ein strenges Alkoholverbot und die Scharia ein – als Tribut an Saudi-Arabien, das finanzielle Unterstützung gewährte. Nun konzentrierten sich die Touristenströme auf das liberalere Dubai und Sharjahs Aufschwung vollzog sich langsamer; dafür – so die Meinung vieler – jedoch nachhaltiger und harmonischer.

Wirtschaftlich gesehen bezeichnet sich Sharjah heute auch als Dienstleistungszentrum der VAE. Fischfang, Perlenfischerei, Landwirtschaft und Handel sind neben der Ölförderung nach wie vor wichtige Einnahmequellen. Viele Arbeitnehmer aus Dubai leben der günstigeren Mieten wegen in Sharjah, was vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden zu enormen Verkehrsstaus führt. Der logistische Ausbau des Hafens von Khor Fakkan macht es möglich, Handelsgüter und Waren in großem Umfang auf dem Landweg von der Ostküste an die Westküste der VAE zu transportieren. Somit wird der viel teurere Seeweg umgangen und Sharjah ein interessanter Knotenpunkt für Handel und Transport.

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